Sewalong Wochen 1 bis 5

Als großer Fan von Nadra (Ellis & Higgs) komme ich natürlich nicht um die Teilnahme am Sewalong herum. Letzten Freitag wurde der 7. Teil veröffentlicht. Ich hinke ein bisschen hinterher, habe aber bis Teil 5 alles fertig. Auch die Hitze ist etwas daran schuld, dass das Nähen sich verzögert hat. Immerhin muss man beim Patchwork auch ständig bügeln. Und das war bei der Hitze der vergangenen Tage kein Vergnügen.

Es begann mit Block 1:

Der Sewalong wird einen Four- Patch- Quilt hervorbringen. Jedes Blöckchen besteht also aus vier Quadraten. Diese vier Quadrate sind jede Woche etwas anders gestaltet, innerhalb einer Aufgabe sind sie jedoch gleich. Das unterschiedliche Erscheinungsbild entsteht dadurch, dass die einzelnen Quadrate unterschiedlich angeordnet werden. Das ist total spannend!

Weiter ging es mit Woche 2:

Jede Woche wird auch eine andere Farbe vorgeschlagen. Ich versuche, dem Vorschlag soweit wie möglich zu folgen, wobei meine Farben  etwas kräftiger ausfallen werden.

Die Woche 3 sieht dann so aus:

Ich möchte gerne aus meinem Vorrat arbeiten, das heißt, wenn möglich, für die wechselnden Farben keine neuen Stoffe kaufen. Eine Ausnahme bildet nur die Grundfarbe. Diese ist, ähnlich wie bei Nadra, ein zartes Gelb. Diesen Stoff habe ich extra für diesen Quilt gekauft.

Und schon folgt Woche 4:

Es ist ein bisschen wie Weihnachten, jede Woche ein neues „Türchen“ zu öffnen. Ich freue mich schon immer darauf, was wohl für ein Grund- Blöckchen diesmal genäht wird. Es ist ganz klassisches Patchwork dabei, wie z.B.: Flying Geese. Aber auch Schnellschnitt- Verfahren kommen vor. Man kann sein Wissen ungemein erweitern oder auffrischen, und es wird nie langweilig.

Und da wären wir bei Woche 5:

Das ist nun mein derzeitiger Stand. Prinzipiell sind die Blöcke sehr gut nachzuarbeiten, sie können aber teilweise etwas knifflig werden, weil sie recht klein sind. Da muss man gut aufpassen, dass sich die Naht- Kreuzungen treffen. Stecknadeln sind unverzichtbar. Für alle, die Unterstützung brauchen, gibt es auch Youtube- Videos.

Ich freue mich schon auf die nächsten Blöcke und bin gespannt, wie der Quilt am Ende aussehen wird!

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Rucksack „Beena“

Mal was ganz anderes, nämlich einen Rucksack, habe ich heute zum Zeigen. Das Muster und sämtliches Zubehör wurde gekauft auf der „Nadelwelt“ in Karlsruhe im Mai 2019. Eine Freundin hat es mir gleichgetan. Nachdem nun seit Corona erstmals wieder Treffen in kleinerem Kreis möglich sind, beschlossen wir, nun endlich den Rucksack zu nähen und haben gemeinsam damit begonnen. Einmal damit angefangen, konnte ich gar nicht wieder aufhören mit dem Nähen. Es war so spannend, was als nächster Schritt kommt, dass ich fast jede freie Minute genutzt habe. Die Anleitung „Beena“ und das Material sind von Doris Hüdig und erhältlich in ihrem Shop Homepatchwork .

Das ist die Vorderseite, also Sicht- Seite mit schräger Reißverschluss- Tasche:

Hier sieht man die Rückseite mit dem Hauptfach, einer kleinen zusätzlichen Reißverschluss- Tasche und den Trägern.

Das Material ist Kunstleder und ein grob gewebter Stoff aus einem Mischgewebe mit Leinen, Baumwolle und PE.

Der Clou ist, dass man den Rucksack zur Schultertasche umfunktionieren kann.

Dazu gibt es die vier Karabiner, je zwei oben und unten.

Da der Gurt variabel ist, kann man die Tasche sogar über Kreuz tragen.

Insgesamt sind es vier Reißverschluss- Taschen,

eine davon bietet Extra- Sicherheit, da sie in das  Futter Des Rückenteils eingearbeitet ist.

Ich habe alle Taschen mit rotem Stoff gefüttert, der Farbton ist stets der gleiche, das Muster des Stoffes jedoch verschieden.

Mir gefällt es, dass beim Öffnen dann das Rot hervorblitzt, das erwartet man eher nicht. Außerdem habe ich den Rat meiner Freundin befolgt, die meinte, dass man in einer schwarz gefütterten Tasche nichts findet, im tiefen Rucksack dann erst recht nicht. Und der Tipp war Spitze!

Das Kunstleder hart sich gut verarbeiten lassen, für die Steppnaht an den Reißverschlüssen habe ich vorsichtshalber einen Teflon- Fuß verwendet. Den mir etwas zu klobigen Griff, der für den Rucksack vorgesehen ist, habe ich durch ein schmales Gurtband ersetzt, um den Rucksack auch mal an eine Garderobe hängen zu können.

Die Anleitung war gut verständlich, manchmal etwas knapp gehalten. Sie ist laut Angabe für fortgeschrittene Anfänger geeignet, ein bisschen Erfahrung sollte meines Erachtens schon vorliegen. Vor allem das Nähen der Reißverschlüsse und der zugehörigen Taschen sind schon eine Herausforderung.

Mal sehen, wann mich meine „Beena“ zum ersten Mal begleiten darf….

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FlicFlac

Ganze sieben Jahre, eine unglaubliche Zeit, hat es gedauert, bis der FlicFlac- Quilt fertig wurde. Mit Grauen denke ich daran, als ich das Quilting in wochenlanger Arbeit wieder aufgetrennt habe, da die Rückseite durch einen Fehler fürchterliche Falten aufwies.

Da war natürlich die Luft total raus. Ich hatte absolut keine Lust mehr und auch keine Ideen. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, ein paar meiner UFO’s aufzuarbeiten, und da kam mir mein FlicFlac- Top wieder in den Sinn….

Das Bild ist von damals, vom Mai 2013. (Wer nachlesen möchte, kann das rechts bei „Archive“ tun und den Monat Mai 2013 auswählen.) Man sieht hier gut den Farbverlauf, für welchen ich mich entschieden hatte.

Und nun liegt er tatsächlich (für das Foto) auf dem Bett. Es ist der mit Abstand größte Quilt, den ich bisher genäht habe. Er misst stolze 2,26 x 2,43m.

Das Verblüffendste an diesem Bild ist die Farb- Ähnlichkeit zum Bild an der Wand. Dies hat mein Mann als Farb- Übung in seinem Studium gemalt. Es ist über 30 Jahre alt. Wir standen vor diesem „Ensemble“ und konnten nur abwechselnd lachen und mit dem Kopf schütteln. Was für ein Zufall! Hier nochmal etwas näher aufgenommen.

Am liebsten hätte ich Fotos im Freien gemacht, da leuchten die Farben besser. Aber hier schüttet es unablässig. Daher muss ich das nachholen.

Hier noch ein paar Quilt- Details:

In jedem Windrad sitzt ein Stern, das kann man auch auf der Rückseite sehen. Diese ist übrigens tiefschwarz mit grauen Schattierungen, viel dunkler als auf dem Foto. (Ups, ein Haar!)

Es ergeben sich dadurch auch Ketten aus Rauten:

Ich habe mit Linealen gequiltet, ich wollte bewusst kein Free- Motion- Muster. In diesem Fall sollten wirklich die Windräder und die schönen Batik- Stoffe im Vordergrund stehen.

 

In den Ecken habe ich die Sterne nochmal wiederholt, am äußeren Rand ist ein Zick- Zack- Muster.

Und ohne sie hätte ich das alles natürlich nicht geschafft:

Ich glaube, sie findet die Größe gerade angemessen… 😛

Jetzt wird auch klar, von wem das Haar ist!

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