Sew Together Bag

Endlich! Endlich habe ich auch eine!

Das Schnittmuster schlummerte schon seit mindestens zwei Jahren in meinem Ordner im PC und wartete darauf, endlich umgesetzt zu werden. Den nötigen Schubs bekam ich von meiner Freundin Milda, die sich mittlerweile zum Sew- Together- Bag- Profi gemausert hat. Mit stolzen vier Exemplaren hat sie eine Menge Erfahrungen mit dem praktischen Täschchen und all den Tücken, die das Nähen mit sich bringt, gesammelt. Und nun hat sie dieses Wissen gerne mir und unserer gemeinsamen Freundin Tina geteilt.

Die Anleitung selbst ist in englischer Sprache und an manchen Stellen sehr knapp gehalten. Ich würde mir hier und da ein paar Fotos wünschen. Zum Glück gibt es gleich mehrere recht gute Videos bei Youtube für alle, die nicht das Glück haben, eine so erfahrene Lehrerin zu kennen.

Thüringen hat seit diesem Jahr einen neuen arbeitsfreien Feiertag, den Internationalen Kindertag, der am 20.9. gefeiert wird. Ein perfekter Tag zum Nähen! Wir trafen uns zu dritt in schöner Runde und machten den Tag kurzerhand zum Näh- Tag. Wir haben alle drei erwachsene Kinder und konnten den Tag ohne schlechtes Gewissen ganz und gar für uns nutzen. Von der Gastgeberin verwöhnt, die Nähmaschinen im sonnigen Wintergarten aufgebaut, mit einem inspirierenden Blick auf einen tollen japanischen Garten, ließ es sich gut nähen.

Was den Näh- Aufwand betrifft, habe ich mich ziemlich verschätzt! Es gibt sehr viele Einzelschritte, die alle umgesetzt werden wollen. Am Ende des Näh- Tages waren wir sehr weit gekommen, jedoch nicht ganz fertig geworden. Na ja, ein bisschen quatschen muss man ja schließlich auch…. 😉

Die abschließenden Schritte habe ich dann zu Hause noch vollbracht.

Konzipiert ist die Sew- Together- Bag zur Aufbewahrung von Näh- Utensilien wie Schere, Maßband, Nadeln, Rollschneider etc.

Durch die drei Innentaschen lässt sich das Zubehör sortieren, zwischen den Taschen ist zusätzlich Platz. Der lange Reißverschluss, der sich über die ganze Tasche bis zum Boden spannt, sorgt dafür, dass die Tasche nicht völlig aufklappt und der Inhalt herausfällt. Dabei entstehen auch zwei Bögen, die wie Griffe verwendet werden können.

Mein Exemplar werde ich etwas zweckentfremden und meinen Schmink- Kram darin aufbewahren. Bei anderen Kosmetik- Taschen, die nur ein oder zwei Mittelfächer haben, liegt das, was ich suche, immer ganz unten. In der Sew- Together- Bag wird nun alles sehr schön übersichtlich aufbewahrt!

Klar, dass die zweite in Planung ist, oder? 😀

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At the Park

Der nächste Schritt ist nun getan. Das Top des Kinderquilts hat einen bunten Rand bekommen. Ich bin froh, dass aus dem kleinen Mittelteil mit Motiven (75 x 90cm) durch die zwei Umrandungen nun ein recht großer Quilt (1,35 x 1,50m) wird.

Jetzt geht es an die Planung des Quiltings. Dadurch wird der Quilt noch ein wenig schrumpfen. Insgesamt bleibt er aber groß genug, um ein paar Jahre in Gebrauch zu bleiben.

Dann habe ich noch Folgendes in Arbeit….

Wisst ihr, was das heißt? Genau! Schule beginnt bald. Und es gibt wieder zwei Erstklässler, für die ich eine Stifterolle nähe.

Ein bissl wie Weihnachten! 🙂 Alle Jahre wieder….

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Update Juli

Hallo an alle, die hier ab und zu mal lesen…

Nun ist eine ganze Weile vergangen, seit ich hier etwas geschrieben habe. Viel wurde auch nicht genäht seit Mai, und der Grund ist Sie:

Seit dem 5.5. wohnt unsere Bulgarin Daisy bei uns, ein liebes, lernwilliges, verschmustes Hundemädchen. Ich hatte mich sofort in sie verliebt! Am Anfang war es ein Foto im Internet, es hat mich tagelang beschäftigt und nachts nicht schlafen lassen. Ich hatte ständig das süße Gesichtchen vor mir, ihre Geschichte war so traurig, wie so viele Geschichten von Straßenhunden. Irgendwann habe ich es meinem Mann gebeichtet, wir haben eine Weile überlegt und schließlich entschieden, dass wir ihr eine Chance auf ein glückliches Familienleben geben möchten. Da wir Neu- Hundebesitzer sind, liegt es nicht allein bei ihr, neue Dinge zu lernen, sondern vor allem auch an uns. Und wir lernen alle jeden Tag dazu!

Natürlich hat sich unser Leben seit ihrem Einzug stark verändert. Der Wecker klingelt früher, die Nähmaschine steht öfter still, dafür hat der Staubsauger wesentlich mehr zu tun. Jedoch ist die morgendliche Begrüßung umwerfend, die Freude bei jedem Wiedersehen riesig, egal, ob man von der Arbeit kommt oder nur schnell mal im Keller war. Wir kommen öfter an die Luft und mit zum Teil fremden Menschen ins Gespräch! Ich wusste nicht, wie schön ein früher Morgen so gegen 6.00 Uhr im Wald ist…. Man sieht die Natur plötzlich nochmal mit ganz anderen Augen.

Kurzum: Wir sind sehr glücklich mit unserer Entscheidung, und, wie es aussieht, unsere Daisy auch.

Zwei Windmühlen- Taschen sind dennoch entstanden, eine davon beim gemeinsamen Nähen mit Freundinnen. Es ist immer wieder eine tolle Zeit, wenn man zusammen etwas schaffen kann. Die erste Tasche besteht aus Stoffen in Jeans- Optik und einem „echten“ Jeans- Boden, der etwas robuster ist. Da kann man sie auch mal abstellen. Ebenso die Henkel, das macht sie stabiler.

Das Innenfutter ist ein ausrangiertes Arbeitshemd meines Mannes, Kragen und Manschetten hatten Schäden, der Stoff von Rücken und Ärmeln war zu schade zum entsorgen.

Auch die zweite Tasche ist ein Recycling- Objekt. Ich hebe alle alten Hosen aus Jeans-Stoff auf, auch mein Sohn versorgt mich regelmäßig. Die verschiedenen Blau- Töne machen das Ganze erst interessant:

Der Boden ist aus Kunstleder. Der Innenstoff lag jetzt recht lange in der Stoffkiste. Es ist kein „richtiges“ Rot, eher ein Wein- oder Rostrot. Damit passte der Stoff nie ins Konzept. Das hellblaue Muster nimmt die Jeans- Farben toll auf, und somit war der perfekte Kombi- Partner gefunden.

Das Schöne an den Taschen ist, dass sie einen quadratischen und recht großen Boden haben. Es passt locker eine große Tupper- Schüssel rein, ein runder Kuchen oder ein großer Sack Kartoffeln. Wenn man Schüsseln transportiert, kippen diese nicht um, der Inhalt bleibt, wo er hingehört. Das Fassungsvermögen ist größer als man denkt, eine perfekte Markt- Tasche also!

Wenn es genügend Interessenten gibt, biete ich im Herbstsemester in der VHS- Stelle des Nachbarortes einen Workshop an, wo diese Tasche genäht werden kann. Mal sehen….

Derzeit habe ich noch einen Kinderquilt in Arbeit. Vor einigen Jahren kaufte ich ein Paneel mit Kindermotiven von Wilma Sanchez und zugehörige Beistoffe aus der Serie „At the Park“. Es gibt zu diesem Quilt eine Anleitung. Damals fand ich sie toll, heute ist sie mir zu unruhig. Zwischen den Motiven befanden sich verschieden bunte Windrad- Blöcke. HIER könnt ihr ein Beispiel sehen.

Ich dachte immer, ich würde den Quilt mal für ein Enkelkind nähen… Lach! Diese lassen leider weiter auf sich warten, da mein Sohn andere Pläne hat und nun erstmal berufsbedingt ins Ausland geht. Trotzdem hatte ich nun Lust, diese fröhlichen Stoffe zu verarbeiten. Die Frage war: Was tun mit 15 Motiven? Die Anzahl ist schwierig, wenn man Motive gleichmäßig anordnen will. Probiert das gedanklich mal aus, es bleibt immer ein Motiv übrig, oder es fehlt eins. Bei 3 : 5 gefällt mir die Längen- Breiten- Relation nicht, das sieht nach Handtuch aus. Schließlich entschied ich mich für ein nostalgisches Orange als Basis- Stoff und Zwischenblöcke in der gleichen Farbe. Das nicht gar so knallige Orange passt zu der Art der Motivgestaltung, die auch etwas nostalgisch anmutet.

In den Zwischenblöcken habe ich die Beistoffe verwendet.

Angegeben waren die Maße für die Motivblöcke mit 6 Inch, ein gutes und brauchbares Maß. Bei Nachmessen musste ich feststellen, dass es nur ca. 5 3/4 Inch sind. Schrei! Nach kurzem Durchschnaufen und Überlegen, wie das wohl am Besten weitergehen soll, hab ich mein metrisches Lineal genommen, und mich gefreut, dass es 15 cm Endmaß sind. Das lässt sich zum Glück prima rechnen, und so habe ich zur Abwechslung mal wieder mit metrischen Maßen genäht.

Das Mittelteil war mir nun zu klein. Auch wenn die Decke irgendwann einmal für ein Baby sein wird, finde ich es gut, wenn das Kind ein paar Jahre Freude daran hat. Dazu muss der Quilt aber größer werden! Die Motive erfasst ein Kind vermutlich sowieso erst mit zwei drei Jahren. Es wäre doch schade, wenn dann die Decke zu klein ist.

So habe ich zunächst einen Rand in der Grundfarbe angenäht und nun kommt, wie links im Bild zu sehen, noch ein ganz bunter Rand aus den Stoffen der Serie dazu, den ich bereis mit Nadeln aufgesteckt habe. Das ist nun mein Zwischenstand. Wenn das Top fertig ist, gibt es wieder Fotos! Bis bald!

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