Mundsch…-Masken genäht

Einer Bitte, als Nähgruppe ein paar Masken für Alters- und Pflegeheime zu nähen, sind wir vom Mittwochs- Treff, der momentan sowieso nicht stattfinden darf, gerne nachgekommen und haben mitgemacht. Da wir alle berufstätig sind, konnten wir natürlich keine Unmengen nähen, aber  schließlich zählt ja jede Maske!

Ich selbst bin vom Modell abgewichen, das unsere Stadt auf ihrer Website als Download hinterlegt hat, da mich andere doch etwas mehr angesprochen haben. Ich hoffe, die Träger werden zufrieden sein.

Schnell wurde ich fündig auf Youtube bei Anna‘ Nähschule. Das sind wirklich tolle Masken und das Video ist prima!

Für die Fotos, die jetzt von meinen fertigen Masken folgen, hätte ich meinen Mann vermutlich gesteinigt, würde er sie denn öffentlich zeigen. Da es hier aber um einen guten Zweck geht, will ich mal über meinen Schatten springen:

Wie man sehen kann, klappt man zwei „Flügel“ nach außen, also einen nach oben, der ist mit Draht verstärkt und kann an den Nasenrücken angepasst werden, den anderen nach unten.

Der untere „Flügel“ schmiegt sich gut um das Kinn. Die Maske sitzt sehr angenehm, obwohl man Gummis um die Ohren legt.

Und so entstand eine hübsche Sammlung:

So sieht das Ganze von hinten aus:

Die Wölbung entsteht durch den Draht, der eingearbeitet ist. Hier macht es sich bezahlt, dass mein Mann früher Pfeife geraucht, das aber schon längst aufgegeben hat. Die Pfeifenreiniger (unbenutzt natürlich!) eignen sich wunderbar als Verstärkung auf der Nasenseite.

So zieht man die beiden Seiten auf. Im Inneren ist zusätzlich ein Tunnel eingearbeitet, in welchen man bei Bedarf einen Filter einschieben kann.

Hier ist noch eine andere Variante, die ich probiert habe.

Diese ist von „Nähtalente“ und auch ganz toll!

Sie liegt rundum richtig gut an. Hier verstärkt das kleine Blech von einem Aktendulli den Nasenbereich. Dieses lässt sich sogar herausnehmen, wenn man die Maske waschen will.

So, genug gekichert!

Noch ein Wort zu meiner vermurksten Überschrift. Jeder, der das liest, weiß ja, was es heißen soll. Ich fand es unfassbar, als ich las, dass es auch hier mal wieder Anwälte gibt, die nur darauf warten, dass  der „geschützte“ Begriff, der nur für geprüfte Masken verwendet werden darf, von ahnungslosen Laien benutzt wird. Die kann man dann mit Abmahnungen heimsuchen und sie vor Gericht zerren, um damit auf schäbige Weise den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen. Pfui! In solchen Zeiten, wo Solidarität und Mitmenschlichkeit wichtiger sein sollten als das eigene Portemonnaie! Ich hoffe, dass kein Gericht auch nur eine einzige derartige Klageschrift zulässt.

Wer würde schon glauben, dass eine liebevoll genähte Stoff- Maske die gleiche Funktion wie z.B. eine OP- Maske hat?? Für wie dumm hält man Menschen eigentlich?

Mir ist klar, dass auch meine Masken nur einen geringen Schutz bieten und eine medizinische Maske nicht ersetzen können. Aber wie schrieb das RKI?

JEDE MASKE IST BESSER ALS KEINE MASKE!

Schützt euch und bleibt/ werdet gesund!

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2 Antworten zu Mundsch…-Masken genäht

  1. Monika R. sagt:

    Gut, daß ich bei dir reingeschaut habe.
    Habe schon einige genäht, aber die werde ich mir auch noch nähen.
    Stichelige Grüße Monika

    • Ina sagt:

      Liebe Monika,
      toll, dass so viele jetzt Masken nähen!
      Es gibt inzwischen so viele Modelle, dass man sich kaum für eins entscheiden kann.
      Da dürfte für jeden das Passende dabei sein.
      Liebe Grüße, bleib gesund!

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